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Behindertensport: Deutsche Beachvolleyballer gehen bei den Masters in Antalya an den Start und wollen mit ihrer Sportart paralympisch werden

Hannover, 29. April 2014 - Mit neuem Partner, neuen Trikots und neuem Schwung treten zwei deutsche Beachvolleyball-Teams vom 04. bis 11. Mai 2014 bei den zweiten Beach-it Beachvolleyball Masters for disabled in Antalya an. Dank des neuen Hauptsponsors MICROS steht im November 2014 das nächste sportliche Ereignis an: Der Weltverband World ParaVolley richtet das erste vom Verband organisierte Beachvolleyball-Turnier in Australien aus. Die Zeichen stehen gut, um aus der olympischen Trendsportart langfristig auch eine paralympische Disziplin zu machen.

Bereits zum zweiten Mal finden in Antalya die Beach-it Beachvolleyball Masters for disabled statt. Im letzten Jahr dominierte das polnische Team vor dem kasachischen. Deutschland war mit Platz vier gut vertreten, wobei für die Mannschaft sicher noch „Luft nach oben“ besteht.
 
In diesem Jahr reisen gleich zwei deutsche Teams in die Türkei, um das Vorjahresergebnis zu verbessern. Martin Vogel, Torben Schiewe und Elmar Sommer bilden das erste Team. Vogel hat es in diesem Jahr parallel zum Beachvolleyball auch in den Kader des paralympischen Sitzvolleyballs geschafft. Seine Beinmuskulatur ist nachhaltig geschädigt, seitdem er sich während des Zivildienstes eine Schussverletzung zuzog. Der 29-jährige Torben Schiewe ist wie Vogel in beiden Kadern aktiv und seit London 2012 paralympischer Bronze-Sieger im Sitzvolleyball. Elmar Sommer, der mit einer Gliedmaßenfehlbildung an der Hand zur Welt kam, ist als dreifacher Paralympicsieger im Standvolleyball der Routinier im Team.
 
Team II setzt sich aus Robert Kampczyk, Timo Hager und Stefan Drabold zusammen. Kampczyk hat aufgrund einer angeborenen Lähmung des rechten Arms in den Bereichen Annahme und Abwehr schwer zu kämpfen, ist aber für seinen schlagkräftigen linken Arm bekannt. Hauptannahmespieler in diesem Team sind Timo Hager und Stefan Drabold, die beide mit Bein-Prothese im Sand spielen.

Aufgrund der eingeschränkten Beweglichkeit im Sand sind im Behinderten- Beachvolleyball drei Spieler zugelassen. Bei der Teamzusammenstellung wird auf eine faire Einteilung je nach Schwere der körperlichen Beeinträchtigung geachtet. In allen anderen Bereichen unterscheiden sich die Regeln und Spielweisen in keiner Weise zum Beachvolleyball im Nichtbehindertenbereich.
Erstmalig sendet in diesem Jahr die Slowakei ein Beachteam nach Antalya. Der Zuwachs an Nationen wirkt sich schon heute positiv auf die internationale Entwicklung aus. Bis zu den Spielen 2000 in Sydney waren Sitzvolleyball und Standvolleyball paralympisch. Standvolleyball entspricht dem Volleyballspiel im Nichtbehindertenbereich und zählt mittlerweile nicht mehr zu den paralympischen Disziplinen. Viele Athleten spielen jedoch weiterhin aktiv Standvolleyball. Während sich in der Halle aufgrund mangelnder finanzieller Mittel einige Nationen zurückziehen, ist der Trend im Beachvolleyball viel versprechend. So setzt sich World ParaVolley, der Weltverband für Volleyball im Behindertensport, neben Sitzvolleyball jetzt auch für Beachvolleyball ein. Im November 2014 richtet der Verband erstmalig ein World ParaVolley Turnier aus, an welchem 16 Teams teilnehmen werden. Die Unterstützung vom Verband ist eine wichtige Basis, um für die Anerkennung als paralympische Disziplin zu kämpfen.
„Wir brauchen neue Ziele und einen Zuwachs an Nationen, um international wieder Geschichte schreiben zu können. Beachvolleyball hat neben Sitzvolleyball eine Berechtigung als paralympische Disziplin. Bei Olympia gehen neben den Hallenvolleyballern auch die Beachvolleyballer an den Start“, so Papageorgiou, der seinen couragierten Sportlern auch im Sand als Bundestrainer zur Verfügung steht.
Die ambitionierten Nationalteams sind neben Ihrem sportlichen Engagement auf finanzielle Partner angewiesen. Das deutsche Team hat diese Unterstützung in seinem neuen Hauptsponsor MICROS gefunden, welcher führender Anbieter von IT- Lösungen für die Hospitality-, Einzelhandels-, Reise- und Kreuzfahrtbranche ist. Mit diesem starken Partner hat sich das deutsche Team schon jetzt die Teilnahme an dem wegweisenden ParaVolley Turnier in Australien gesichert.
Text: Sara Schiewe, Managerin Deutsche Beachvolleyball Nationalteams der Behinderten Weitere nInformationen unter: www.dbs-volleyball.de


     

 

 

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