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Mobi-Cup:

Behinderte zeigen Spitzenleistungen

Flensburger Mobi-Cup : Größte Inklusions- und Sportmesse im Land / Lauritz Schoof brachte den Glanz olympischen Goldes mit
Flensburg.

Dass Sport verbindet, wurde in der Flensburger Fördehalle deutlich gezeigt: Beim jährlichen Mobi-Cup. Bei der größten Inklusions- und Sportmesse Schleswig-Holsteins nahmen Interessierte an zahlreichen Mitmachaktionen teil und konnten mit Ausnahmesportlern ins Gespräch kommen. Dabei waren auch nicht alltägliche Sportarten, wie zum Beispiel Biathlon, im Angebot.

"Mitmachen ist gewünscht", sagt Veranstalter Karl Grandt. Dies ließ sich Schirmherr Christian Dewanger nicht zwei Mal sagen und trat gegen  Lars Hansen aus Schleswig an. Der Bauingenieur ist Para-Triathlet und Vizeeuropameister in dieser Disziplin. Auf einer Trainigsmaschine ist er 1,7 Kilometer gefahren und hat eine Zeit vorgelegt, die es nun zu schlagen gilt. Dewanger schafft es nicht, den Sportler einzuholen. "Das überlasse ich lieber anderen."

Dem schnellsten Besucher winkt ein attraktiver Preis. 1996 hat Lars Hansen bei einem Arbeitsunfall seine rechte Hand verloren. Seitdem trägt er eine Prothese. Zum Triathlon ist er erst vor zwei Jahren gekommen: "Ich habe schon immer viel Handball gespielt. Daher wollte ich meine läuferische Leistung verbessern, und dann hat es sich so für mich ergeben", erzählt er. Schon im zweiten Jahr wurde er Vize-Europameister. Sein nächstes Ziel hat er schon fest im Blick: "Ich fliege am 22. Oktober nach Neuseeland zu den diesjährigen Weltmeisterschaften." Dort muss er sich dann mit Athleten aus der ganzen Welt messen und 750 Meter schwimmen, 20 Kilometer Rad fahren und fünf Kilometer laufen.

Lauritz Schoof aus Rendsburg ist der Erste, der den Triathleten schlägt. Er fährt jedoch außer Konkurrenz. Der 21-Jährige ist nämlich ein waschechter Olympiasieger. Im Ruder-Doppelvierer gewann er in London die Goldmedaille, die er den Besuchern stolz präsentierte. "Ich nehme an dieser Veranstaltung teil, weil es wichtig, dass wir die Gemeinsamkeiten im Sport betonen", sagt er. Wenn er von seiner Zeit in London erzählt, kommt er ins Schwärmen: "Es war einfach toll, dabei zu sein. Die Stimmung war ganz besonders. Für mich war es eine einmalige Erfahrung."

Natürlich plane er, 2016 wieder an den Spielen teilzunehmen, aber zunächst stünden andere Wettkämpfe wie die kommenden Weltmeisterschaften für ihn im Fokus. Die Aufmerksamkeit, die er nun nach dem Sieg genießt, ist etwas ganz Neues für ihn.

Aufmerksamkeit bekommt er auch von den Besuchern und wird nach gemeinsamen Fotos und Autogrammen gefragt.

Besondere Leistungen vollbringt die 74-jährige Hermine Stampa-Rabe. Die Kielerin fährt mit ihrem Fahrrad mehrere tausend Kilometer im Jahr. Alles fing mit einer Rundfahrt um den schwedischen Vättersee an. "Ich hab mir gesagt, wenn ich das schaffe, schaffe ich auch andere Strecken." Die größte Distanz, die sie bisher zurückgelegt hat, waren 7000 Kilometer - quer durch die USA. "Ich bin in Virginia gestartet und fast drei Monate später in Kalifornien angekommen", erzählt sie. Land und Leute haben sie sehr fasziniert. Von dem Moment an war es um sie geschehen. Sie hat bisher Südamerika, Kanada, Alaska und Europa mit den Rad erfahren. Ihre größte Tour steht im nächsten Jahr - dann mit 75 - bevor: "Einmal Australien zu umrunden - das war immer ein Traum." Auf die Frage, ob sie sich nicht fürchte, dass ihr etwas passiert, sagt sie: "Ich bin eine von den Verrückten auf dieser Welt. Ich kann einfach nicht ruhig zu Hause sitzen bleiben."
 

     
 
















 

 

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