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IPC-Leichtathletik-WM 2011

erneut viele Medaillien in Christchurch / Neuseeland

Umrahmt von einigen Erdbeben in der Nacht wurde am Freitagnachmittag die alle vier Jahre stattfindende 5. IPC-WM der gehandicapten Leichtathleten in den Strassen von Christchurch, Neuseeland feierlich eröffnet. Von insgesamt 34 deutschen Sportlerinnen und Sportlern n gingen im fernen Neuseeland insgesamt 6 Aktive aus Berlin mit Medaillenchancen an den Start.


Foto (Thomas Ulbricht): Matthias Schröder (2. v. l.)mit seinem Guide Tobias Schneider
nach der Siegerehrung der IPC WM.

Matthias Schröder vom PSC Berlin hat am 2. Wettkampftag sein Ziel einer Goldmedaille über 400m nur knapp verfehlt, konnte aber zufrieden eine Silbermedaille in Empfang nehmen. Bei der IPC-Leichtathletik-Weltmeisterschaft im neuseeländischen Christchurch wurde der Schützling von Bernd Scheermesser zusammen mit seinem Guide Tobias Schneider in 50.96 sec Vizeweltmeister hinter dem Portugiesen Luis Goncalves (49.83 sec). Die Bronzemedaille sicherte sich der Spanier Gerard Desgarrega Puigde (51.88 sec). Damit bestätigte sich der Einlauf vom Berliner ISTAF 2010, wo es die gleiche Reihenfolge auf den ersten beiden Plätzen gab.

Bereits am ersten Wettkampftag konnten die Berliner mit guten Ergebnissen aufwarten: Thomas Ulbricht (PSC Berlin) erreichte mit 6.21m im Weitsprung einen guten achten Rang. Bei 14 Grad Außentemperatur waren die Bedingungen eher mäßig und damit die Weiten geringer als erwartet. "Eine guter Einstand für den kommenden Fünfkampf, auf den jetzt alle Augen gerichtet sind", so ein optimistischer Trainer Dr. Ralf Otto vom BSB, der als Ziel eine Medaille für Ulbricht angibt.

Niels Stein (PSC Berlin) lief über die 200m auf den, nur auf den ersten Blick undankbaren, 4. Platz. Das Trainerteam Bernd Scheermesser und Dr. Ralf Otto
zeigte sich aber sehr zufrieden: "Über eine Sekunde unter der alten Bestzeit, was will man mehr. Bis 140 Meter lag er auf Platz Drei. Von daher können wir über 100m sicher noch einiges von ihm erwarten.“

Kathrin Müller-Rottgardt (PSC Berlin) kam über 100m auf den 6. Platz und erzielte dabei Saisonbestzeit.


Foto 1 (Pressestelle DBS):
Niels Stein (2. v. r.) im Zieleinlauf über 100m bei der IPC-WM 2011

Die Überraschung am 3. Tag der Leichtathletik-WM in Neuseeland war die Bronzemedaille des erst 19 jährigen Niels Stein (PSC Berlin) über die 100m der Klasse T35. Nur sein Trainerteam aus Berlin und vielleicht er selber hatten ihm im Vorfeld eine Medaille im Kurzsprint zugetraut. Mit Bestzeit in 13.59 sec musste er sich nur dem Südafrikaner Teboho Mokgalagadi (12.96 sec) und dem Algerier Allel Boukhalfa (13.38 sec) geschlagen geben, konnte sich aber deutlich vor dem gleichaltrigen Russen Ivan Otleykin (14.06 sec) behaupten, der ihn über die 200m noch abgefangen hatte.

„Heute hat alles gepasst“ war der sparsame Kommentar von Niels, der noch nicht wirklich realisierte, was er an diesem Tag erreicht hatte. Als Erstes hatte Stein seinen Trainer Bernd Scheermesser im fernen Berlin angerufen, um ihm Bericht zu erstatten. Vor Ort wurde er hervorragend von Norbert Stein, dem Trainer von Wojtek Czyz betreut.


Foto 2 (Pressestelle DBS):
Niels Stein (rechts) bei der Siegerehrung der IPC-WM 2011

„Für unsere Trainingsgruppe aus Berlin läuft es momentan traumhaft, nach den Silbermedaillen für Matthias Schröder und seinem Guide Tobias Schneider und der Bronzemedaille für Niels hoffen wir nun auf eine weitere Medaille für Thomas Ulbricht im morgigen Mehrkampf, damit dann alle „ihre“ Medaille mit nach Hause bringen“ kommentierte Dr. Ralf Otto vom BSB die momentane Stimmung. „Und wir haben ja noch mit Marianne Buggenhagen und Katrin Müller-Rottgardt und den 200m von Matthias Schröder weitere heiße Eisen im Feuer.“

Marianne Buggenhagen (SC Berlin) hat es wieder geschafft. In ihrer momentan stärksten Disziplin Diskuswurf konnte Sie mit einer Leistung von sehr guten 26.75m in ihrem 2. Versuch eine weitere WM-Goldmedaille in ihrer langen Karriere verbuchen. In einer leider nur gering besetzten Konkurrenz bestätigte sie einmal mehr ihre Ausnahmestellung in den Würfen und konnte die Chinesin Feixia Dong mit 25.57m auf den zweiten Platz verweisen. Vierte wurde hier die Brandenburgerin Martina Willing.

Schwer zu kämpfen hatte der Paralympics-Zweite von Peking im Fünfkampf Thomas Ulbricht (PSC Berlin), um seine fest eingeplante Medaille zu erreichen. Schwächen in seiner eigentlich besten Disziplin Weitsprung und im Diskuswurf, hier wurde ein 35m-Wurf erst gemessen und dann doch ungültig gegeben, konnte er mit soliden Ergebnissen im Speer und über die 100m nicht ausgleichen, so dass alles auf den abschließenden 1500m-Lauf ankam. Hier musste er zum einen auf seinen 62 Punkte hinter ihm liegenden Mannschaftskameraden Mark Lembeck achten, gleichzeitig auf die bekannte Ausdauerschwäche des 62m-Speerwerfers Pengkai Zhu aus China bauen. Letztendlich konnte er mit 3046 Punkten die Bronzemedaille ins Ziel retten, hinter dem unantastbaren Südafrikaner Hilton Langenhoven (3308) und dem erwartet starken Kroaten Branimir Budetic (3209).
„Das war heute nicht mein Tag“, kommentierte der dann doch sichtlich erleichterte Ulbricht einen Mehrkampf mit Happyend.


Foto (Dr. Ralf Otto): Das Berliner WM-Leichtathletik-Team vor dem Abflug nach Neuseeland
(von links): Niels Stein, Katrin Müller-Rottgardt, Matthias Schröder, Tobias Schneider
(Guide von Matthias Schröder) und Thomas Ulbricht, (vorne) Marianne Buggenhagen.


„Die Berliner Medaillensammlung ist nun komplett. Wichtig ist für alle der A-Kaderstatus, um die Vorbereitungen auf London 2012 optimal gestalten zu können“ kommentierte Dr. Ralf Otto vom BSB die rundherum positive Stimmung im fernen Berlin, wo das Trainerteam Bernd Mädler, Bernd Scheermesser und Dr. Ralf Otto den Wettkampf im Internet verfolgen mussten. „Das Berliner Team hat bereits jetzt voll überzeugt; alles was jetzt noch kommt ist eine Zugabe.“

     
 
















 

 

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