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Sitz-Volleyball EM (NL)

Bronze für Deutschland



Deutschlands Sitzvolleyballer haben bei der EM in Rotterdam durch einen 3-2 Sieg gegen die Ukraine die Bronzemedaille gewonnen. Das Team war einen Tag nach der Halbfinalniederlage gegen Russland nicht wiederzuerkennen. Nun muss das Team die letzte Chance in Kairo nutzen, um sich doch noch für London zu qualifizieren.

Ausführlicher Spielbericht:

Mit einem Tie-Break Erfolg haben sich Deutschlands Sitzvolleyballer die Bronzemedaille gesichert. Nach 0-1 und 1-2 Satzrückstand konnte sich das deutsche Team angeführt von Kapitän Jürgen Schrapp die Bronzemedaille sichern.
Damit hat das deutsche Team die EM mit sieben Siegen und nur einer Niederlage abgeschlossen.

Der erste Satz gegen die Ukraine war hart umkämpft. Das deutsche Team fand erst gegen Ende des Satzes zu seinem Spiel. Nachdem das deutsche Team vier Punkte in Folge erzielt hatte, konnte es zum 24-24 ausglichen. Am Ende fehlte das notwendige Glück um den Satz noch zu gewinnen. Somit führte die Ukraine im 1-0.
Im zweiten Satz agierte das deutsche Team variabler. Das Team war nicht auszurechnen und alle Angreifer punkteten. Mit 25-18 ging der Satz an Deutschland.
Im dritten Satz gestaltete das deutsche Team das Spiel bis zum 10-11 ausgeglichen. Nach einigen leichten Fehlern setzte sich die Ukraine ab und gewann den Satz mit 25-20.
Die Antwort des deutschen Teams ließ nicht lange auf sich warten. Nach zunächst ausgeglichenem Satzverlauf wechselte die Führung, ohne dass sich ein Team entscheidend absetzten konnte. Am Ende des Satzes erarbeitete sich das Sonnenbichler Team eine 22-17 Führung, die es nicht mehr abgeben sollte. Mit 25-20 lautete das Endergebnis.
Nun musste der Tie-Break entscheiden. Angetrieben von einem überragenden Jürgen Schrapp wogte das Spiel hin und her. Keines der Teams konnte sich absetzen. Beim 9-11 erkämpften sich die Ukrainer erstmalig eine zwei Punkte-Führung. Thomas Thomas Renger sorgte mit zwei gelungenen Aktionen über die Mitte für den Ausgleich. Anschließend brachten Heiko Wiesenthal und Jürgen Schrapp mit zwei gelungenen Aktionen ihr Team auf die Siegerstraße. Die Ukraine verkürzte auf 12-13, aber dann erkämpfte und erspielte sich die deutsche Mannschaft Ball für Ball und Punkt für Punkt bis zum 15:12 Satz- und Spielsieg. Die Bronzemedaille war gesichert und der Jubel kannte keine Grenzen.

Startformation Deutschland: Thomas Renger, Jürgen Schrapp, Heiko Wiesenthal (alle TSV Bayer 04 Leverkusen), Benjamin Oesch, Alexander Schiffler, Christoph Herzog (BV Leipzig)

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Rudi Sonnenbichler: „Meine Mannschaft hat heute eine Wiederauferstehung gefeiert! Aus diesem Grund kann mich auch über die Bronze-Medaille für das Team freuen. Sie hat die kämpferische und spielerische Qualität gezeigt, die sie scheinbar im entscheidenden Spiel um den Einzug in das Finale völlig verloren hatte.
Die Mannschaft hatte sich gestern selbst viel zu sehr unter Druck gesetzt. Aus den Ursachen die dazu geführt hatten, dass dieses entscheidende Spiel so sang und klanglos verloren wurde, hat sie gelernt. Wesentlich weniger verkrampft und spieltaktisch darauf aufbauend agierte das Team wieder wie gewohnt und hat schließlich heute verdient den Lohn für die konsequente Arbeit eingestrichen. Ein bitterer Beigeschmack bleibt trotzdem: Im besten Spiel des Turniers haben sie die Oberhand behalten, doch letztendlich den Traum von der direkten London- Qualifikation sich nicht erfüllen können. Trotzdem bin ich mir sicher, dass wir das London Ticket Anfang März beim Interconti - Cup in Ägypten lösen werden, wenn die Jungs weiter so toll mitziehen und uns der DBS bis dato weiterhin so gut unterstützt.“

Mannschaftskapitän Jürgen Schrapp: „
Wir haben gekämpft wie die Löwen und haben die Medaille verdient gewonnen. Jetzt ist der Fokus ganz auf Kairo gerichtet. Ich bin sicher, dass wir uns dort das Ticket sichern werden.“

Deutschland verpasst direkte Qualifikation für London

Deutschlands Sitzvolleyballer mussten sich im EM Halbfinale dem Team aus Russland mit 0:3 geschlagen geben. Somit verpasste das Team von Bundestrainer Rudi Sonnenbichler die direkte Qualifikation für die Paralympics in London und muss nun den Umweg über den Intercontinentalcup in Ägypten gehen. Ausführlicher Spielbericht: Deutschlands Sitzvolleyballer haben auch im zweiten Anlauf das Ticket für die Paralympics in London verpasst. Die gute Nachricht ist, dass das Team immer noch die Chance hat, sich für die Paralympics zu qualifizieren. Bereits im Vorfeld der Begegnung gab es den ersten Rückschlag für das deutsche Team. Der Berliner Steffen Barsch konnte, wie bereits befürchtet, wegen einer Handverletzung nicht spielen, so dass Trainer Rudi Sonnenbichler die wichtige Alternative auf der Zuspielposition fehlte. Das deutsche Team geriet schnell mit 4-8 in Rückstand. Die Russen setzten die deutsche Sechs mit Angaben unter Druck. Durch das gute, variable Angriffsspiel bauten sie ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Die deutschen Hauptangreifer Jürgen Schrapp und Alexander Schiffler mussten ständig gegen einen Doppelblock agieren und kamen nicht wie gewohnt zur Geltung. Hinzu kam, dass das Abwehrverhalten im Gegensatz zu den bisherigen Spielen deutlich schwächer war. So endete der erste Satz mit 25-17 für das russische Team. Der zweite Satz nahm einen ähnlichen Verlauf. Nach einem zwischenzeitlichen 12-17 Rückstand verkürzten die Mannen um Jürgen Schrapp den Abstand bei beim Stand von 21-24 zwar auf drei Punkte, doch auch dieser Satz ging mit 25-21 an Russland. Im dritten Satz schöpften die angereisten deutschen Fans noch einmal Hoffnung, als Deutschland mit 3-0 in Führung ging. Doch abermals riss der Faden und das russische Team konnte sich absetzten. Der Leverkusener Heiko Wiesenthal konnte nun zwar häufiger punkten, aber am Ende ging auch dieser Satz mit 25-21 an Russland. Bundestrainer Rudi Sonnenbichler: „Wie sind heute an der eigenen Erwartungshaltung gescheitert. Mein Team hat wie gelähmt agiert. Durch unsere Leistungen in der Vor – und Zwischenrunde hatten wir uns in die Favoritenrolle gespielt. Leider wurden wir für unseren Aufwand nicht belohnt. Wir haben heute die riesige Chance verpasst Russland zu schlagen, und uns das direkte Ticket für London zu sichern.“

 

Der deutsche Kader bei der EM: Stefan Hähnlein, Thomas Renger, Barbaros Sayilir, Jürgen Schrapp, Siegmund Soicke, Heiko Wiesenthal (alle TSV Bayer 04 Leverkusen). Martin Rickmann, Peter Schlorf, Steffen Barsch (SCC Berlin), Benjamin Oesch, Alexander Schiffler, Christoph Herzog (BV Leipzig)

Bundestrainer: Rudi Sonnenbichler
Co-Trainer: Jürgen Vorsatz
Teammanager / Pressearbeit: Jörg Frischmann
Physiotherapeut: Stephan Henne
Scout: Sebastian Wagener

     
 
















 

 

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